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Mathematik kann selbst in der Nacht begeistern

Mathe-Nacht des Gymnasiums und der Wirtschaftsschule Seligenthal war wieder ein voller Erfolg


Das Nachbauen von geometrischen Körpern war eine der Themenstellungen in der Mathe-Nacht (Foto: Maximilian Brey)

Knobeln ist angesagt – Mathematik kann so einfach sein (Foto: Maximilian Brey)

Auch dieses Jahr stand für die 5. Klassen des Gymnasiums Seligenthal wieder eine Mathe-Nacht auf dem Programm. Erstmals nahmen heuer schulartübergreifend auch Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Wirtschaftsschule Seligenthal daran teil, sodass sich am Freitagabend insgesamt 90 Schülerinnen und Schüler vor der Schule einfanden.

Kurz nach dem Eintreffen wurden fünf gleichgroße Gruppen gebildet. Jede Gruppe durchwanderte dann fünf mathematische Themenbereiche, die von den teilnehmenden Mathematiklehrkräften des Gymnasiums Seligenthal vorbereitet worden waren. Unterstützt durch Maximilian Brey von der Wirtschaftsschule bekamen die Kinder einen Einblick in das Dualsystem, mit dem beispielsweise unsere Computer arbeiten, unter Anleitung von Hauptorganisator Michael Vilsmeier. Passend dazu konnten die Schülerinnen und Schüler unterstützt von Herrn Michael Merkl, mit der Mathematik Geometrie Software „Geogebra“ selbst experimentieren. Außerdem durften sie zusammen mit Verena Ernst geometrische Körper analysieren und diese selbst nachbauen.  Frau Johanna Bachhuber zeigte schließlich auf faszinierende und spielerische Weise, wie man mathematische Gleichungen mithilfe von Streichhölzern und Streichholzschachteln umformen und lösen kann.

Das absolute Highlight der Mathe-Nacht war aber zweifellos der Besuch der hauseigenen Sternwarte. Herr Bernhard Schwing, ein ausgewiesener Astronomie-Experte, vermittelte den Schülerinnen und Schülern einige unglaubliche Fakten des Weltalls. Die Tatsache, dass sich Licht mit ca. 300 000 Kilometern in einer Sekunde bewegt, oder die Informationen, was man unter einem schwarzen Loch versteht oder wie die Erde entstanden ist, waren nur einige Erkenntnisse, die die Kinder staunen ließ. Abschließend durften sie selbst den Sternhimmel mithilfe eines Fernrohres erkunden.

Kurz vor Mitternacht mussten schließlich die erworbenen Mathematikkenntnisse in Form eines Lauf-Rechen- Staffelwettbewerbs in der Turnhalle nachgewiesen werden.

Nach einer recht kurzen Nacht in der Turnhalle und einem gemeinsamen Frühstück, wurden am Morgen wieder alle Schülerinnen und Schüler wohlbehalten an ihre Eltern übergeben – hinter sich wohl eine der spannendsten Mathematik-Erfahrungen ihres bisherigen Schülerdaseins, verbunden mit der Erfahrung, dass Mathematik durchaus auch spannend und faszinierend sein kann, selbst in der Nacht.

Die Teilnehmer und ihre Lehrkräfte waren nicht nur sehr angetan von dem gemeinschaftlichen Erlebnis, sie waren auch dem Elternbeirat des Gymnasiums sehr dankbar dafür, dass dieser das Projekt finanziell unterstützt hatte und so gesunde Snacks und Getränke, sowie ein gemeinsames Frühstück, angeboten werden konnten.


Autor: mb | Datum: 14.02.2019