Neuausrichtung der Schulart Wirtschaftsschule

Am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) entstanden kompetenzorientierte Lehrpläne der neuen Generation LehrplanPLUS.

Seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 arbeiten wir mit dem neuen Lehrplan, beginnend mit der 7. Jahrgangsstufe. Weitere Informationen zu diesem Lehrplan können über das ISB abgerufen werden.

  • Ein kompetenzorientierter Lehrplan (Generation LehrplanPLUS) zeichnet isch durch eine enge Verzahnung und Abstimmung zwischen den einzelnen Fächern aus.
  • Es gibt neue Fächer, indem zwei oder drei bisherige Fächer zu einem Fach zusammengeführt werden.
  • Die Aufteilung in H- und M- Zweig entfällt: Mathematik wird als Pflichtfach für alle Wirtschaftsschüler/-innen verankert, um ihnen eine bessere Chance für weitere schulische Anschlüsse zu verschaffen. Es gibt keine verpflichtende Abschlussprüfung in Mathematik. Die Schüer können entweder Abschlussprüfung im Fach Übungsunternehmen oder in Mathematik machen.
  • Die Übertrittsbedingungen bleiben gleich!

Die neue Stundentafeln gelten für:

 

Nachrichten zum LehrPlan plus - Neue Fächer, neue Inhalte

H7a bei dm: Über Goethe, Windeln und Quengelzonen

Eine Betriebserkundung mit zahlreichen Einblicken in das Leben eines Drogeriemarktes


Zufriedene Gesichter am Ende der kurzweiligen Betriebserkundung

30 SchülerInnen besuchten am Freitag, 5.Mai den Drogeriemarkt dm im CCL. Nach der Begrüßung konnte Filialleiterin Frau Willert sofort mit im Einkaufsalltag unbeachteten Details die Aufmerksamkeit der gut vorbereiteten Jungen und Mädchen wecken: Welchen Sinn haben die verschiedenen Lichter? Warum gibt es große, kleine und „schiefe“? Wieso haben die Einkaufswagen Lupen? Weshalb ist der Gang breit und nicht gerade? Weswegen sind die Regale zum Teil nur 1,60 Meter hoch? Was unterscheidet die Quengelzone (=Kassenbereich mit quengelnden Kindern wegen der dort platzierten Süßigkeiten) von z.B. Aldi? Weshalb gibt es kostenlose Windeln in den Wickelkommoden? Feine, fast versteckte Details mit großen Wirkungen auf Kunden, Atmosphäre und Wohlbefinden.

Nach den beeindruckenden Ausführungen zur Ladengestaltung, Ausstattung und Einrichtung wurde das Lager erkundet. Frau Willert wurde zusätzlich durch Lernling Frau Hanitzsch, Auszubildende zur Drogistin, tatkräftig unterstützt. Beide nahmen sich ausgesprochen viel Zeit für die zahlreichen tiefgehenden Fragen der Klasse H7a. Der typische Kunde, Produktionsstätten, Nachhaltigkeit, Bioprodukte, Kosten, Einkaufsprozesse und vieles mehr wurden in mehr als 40 Fragen (!) von den emsigen SchülerInnen erkundet.

Als nächster Tagesordnungspunkt folgte eine Präsentation im Schulungssaal. Neben kurzen  Ausführungen zu Geschichte und Kennzahlen wurden zwei Unternehmensslogans dargestellt. Dadurch zeigte sich, dass Goethe („Hier bin ich Mensch. Hier kauf ich ein.“) in der gesamten Unternehmensphilosophie Spuren hinterlassen hat.  Anschließend stand die Ausbildung bei dm im Fokus. Lernling Frau Hanitzsch berichtete über Inhalte, stellte Aufgaben sowie Fächer vor und ließ die Schüler beim Thema Herbarium anhand eines Beispielblattes „Brombeer/blätter“ benötigtes Wissen überprüfen. Abschließend wurden die emsigen SchülerInnen in einem Quiz nochmal sehr aktiv in Inhalte eines Drogisten involviert.

Zusammenfassend kann man von zwei sehr gelungenen Stunden sprechen.  Die begleitenden Lehrer Herr Brey und Herr Holzer durften sich über zahlreiche hilfreiche Praxisbeispiele für den eigenen Unterricht freuen. Die vorbildlichen Schüler bewerteten die Betriebserkundung sehr positiv und durften sich zusätzlich über kostenlose Präsente freuen.


Autor: mh | Datum: 05.05.2017