Wahlfach Faire Kommunikation (Mediatoren)

Regelmäßige Fortbildungen sind im Bereich der Mediation wichtig

Ansprechpartnerin für dieses Wahlfach ist Frau Gudrun Weigl.

Gewalt erzeugt Gewalt. Täglich erleben wir diese Gesetzmäßigkeit, wenn wir die globalen Ereignisse in den Medien verfolgen. Ob es sich um die postkolonialen Konflikte in Afrika wie derzeit im Sudan oder Nigeria, die religiös motivierten Terroranschläge im Orient, die Machtkämpfe in der Ukraine oder die Streitigkeiten von Kindern und Jugendlichen auf den Pausenhöfen der Schulen handelt, die Auseinandersetzungen erzeugen immer mehr Aggressionen, je häufiger Gewalt als Lösungsmittel eingesetzt wird.

Aus diesem Grunde hat es sich die Schule zur Aufgabe gemacht, destruktiven Konfliktlösungen von der Basis her vorzubeugen.

Das Wahlfach „Faire Kommunikation“, besser bekannt unter den Bezeichnungen „Streitschlichtung“ oder „Mediation“,  findet reges Interesse, da man hier erlernen kann, wie man mit Konflikten konstruktiv umgeht.

Dabei werden zuerst die Grundlagen der menschlichen Bedürfnisse und Gefühle erarbeitet und vielfältig geübt. Auch Mimik, Gestik und Körperhaltung, die Aggressionen ausdrücken, werden erforscht und in spielerischen Übungen vertieft. Besondere Beachtung findet zudem die Sprache als Ausdrucksmittel von Emotionen, da diese eine große Rolle spielt.

Wenn die theoretische Basis geschaffen ist, beginnen die Mediatorinnen an konkreten Fällen zu arbeiten. Sie erlernen, wie man Streitschlichtungsgespräche führt, damit am Ende die Kontrahenten eine zufriedenstellende Lösung finden.

Um bei diesem nicht immer einfachen Unterfangen auch professionelle Beratung von außen zu erhalten, wird jedes Jahr ein wissenschaftlich ausgebildetes Mediatoren-Team an die Schule eingeladen, das mit den Jugendlichen aktuelle Themen wie etwa das Cyber-Mobbing in einer ganztägigen Weiterbildung erarbeitet. 

 

Unsere Themen

  • Konfliktanalyse an der eigenen Schule
  • Allgemeine Möglichkeiten der Konfliktlösung
  • Grundlagen und Definition der Mediation
  • Phasenmodell der Streitschlichtung
  • Aktives Zuhören
  • Ich-Botschaften
  • Vertiefung der Begriffe Wahrnehmung, Gefühle, Bedürfnisse
  • Methode des „No Blame Approach“
  • Vertiefung der Thematik “Starke Persönlichkeit” zur Prävention von Mobbing
  • Cyber-Mobbing
  • Sensibilisierung gegen aggressives Sprechen
  • Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Nachrichten zum Thema faire Kommunikation

30.11.2015

Streitschlichtung wird als Wahlfach angeboten und sowohl im Zeugnis angeboten als auch durch ein Zertifikat bescheinigt, das für Bewerbungen verwendet werden kann. Wer noch Lust hat teilzunehmen, kann sich bei Frau Gudrun Weigl...[mehr]