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UMWELTSCHULE trifft BIO-MÜHLE

Die praktische Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen ist in Seligenthal eine feste Größe außerschulischen Lernens


Die praktische Umweltbildung wird in der Wirtschaftsschule Seligenthal groß geschrieben

Betriebserkundungg bei einem Ressourcen verarbeitenden Betrieb - Der Meyermühle - Bio Mühle Nr. 1 in Landshut

Sichtlich gespannt waren die 27 Schülerinnen und Schüler der 7.Jahrgangsstufe darauf, wie man sich die bedeutendste BIO-Mühle Deutschlands mitten im Herzen Landshuts, nur einen Steinwurf von Seligenthal entfernt, vorzustellen hat - und was man für das neue Fach BSK (Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle) im Rahmen des neuen kompetenzorientierten Unterrichts an Praxiserfahrung davon mitnehmen kann. "Wie funktioniert grundsätzlich ein Betrieb?" war die zentrale Ausgangsfrage und diese galt es jetzt auf die BIO-Mühle anzuwenden und umzusetzen.

Zunächst traf man sich im Verwaltungsgebäude und wurde erst einmal mit hygienischer Einmalkleidung und Haarnetz ausgestattet, was den jugendlichen Besuchern natürlich ganz gut gefallen hat.

Der erfahrene Betriebsleiter Hemmer führte die wissbegierige Gruppe, die ihrerseits mit Beobachtungsbogen und jederzeitiger Schreibbereitschaft aufmerksam folgte, auf dem Weg des Korns bis zum Mehl. Annahme der Getreidelieferungen mit Lkw über die Lagerung des Getreides in Silos, Reinigung und Vorbereitung des Getreides, der eigentliche Mahlvorgang ohne größere Lautstärke und vollständig automatisiert mit bis zu 9 unterschiedlichen Mahlungen, gelangt das feine Mehl nach der attraktiv rüttelnden Plansichtersiebung ins nächstgelegene Mehlsilo, welches ein Fassungsvermögen von bis zu 1.300 Tonnen Mehl besitzt. Die bedeutsame ständige Qualitätskontrolle, mit eigenem computergesteuerten Labor, begleitet das Korn und stellt so den hohen Qualitätsanspruch der BIO-Mühle sicher. Abschließend konnte man im Magazin die abgepackten und versandfertigen, auf Paletten gelagerten Mehlsäcke begutachten.

Jetzt konnten die Schülerinnen und Schüler noch einmal letzte Fragen an Herrn Hemmer stellen und erfuhren so, dass zum Beispiel Mehl keine tote Materie ist, sondern im Mehl noch lebendige Substanzen und wichtige Inhaltsstoffe enthalten sind oder dass die Bezeichnung "Select" als ein Qualitätskriterium, welches der EU-Norm entspricht, noch getoppt wird durch das Qualitätsmerkmal "Premium", welches im gemeinsamen Unternehmensverbund Hofpfisterei mit bekannten Partnern wie NATURLAND, BIOKREIS und BIOLAND für noch höhere Qualitätsansprüche an das produzierte Mehl sorgt. Dieses geht dann an die verschiedensten Kunden, die hauptsächlich BIO-Bäckereien sind.

Die praktische Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen ist in Seligenthal eine feste Größe außerschulischen Lernens, aber eben nur dank solcher Betriebe, die sich ebenfalls diese Werte gesunder Ernährung, Einsparung von Ressourcen und aktiven Umweltschutz auf ihre Fahnen geschrieben haben. Denn nur was man kennt und wertschätzt, wird man letztlich auch schützen.


Autor: wf, eb | Datum: 21.12.2016