Im Laufschritt durch sechs Jahrzehnte

Schulleitungen der Wirtschaftsschule Seligenthal: v.l.: Frau Ulrike Liebig, Sr. Lioba, Herr Dr. Oliver Klosa
Die Jahrzehnte im Überblick
Titelseite der Festschrift zum Dreifach-Jubiläum im Jahre 2010. 60 Jahre Wiedereinrichtung der Wirtschaftsschule Seligenthal waren Teil der Feierlichkeiten.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Seligenthal der Schulbetrieb – insbesondere auf Bitten vieler Eltern – auch im Bereich der kaufmännischen Ausbildung wieder aufgenommen. Im Herbst 1950 startete dann der erste Jahrgang von Schülerinnen mit der Dreijährigen Handelsschule.

Die Vorläufer der heutigen Wirtschaftsschule gehen auf die Höhere Töchterschule zurück. Dort konnten schon 1886 Wahlfächer wie Stenografie oder Buchführung belegt werden.

1911 wurde die Fortbildungsschule für Mädchen gegründet, die später dann in Kaufmännische Berufsbildungsschule und in den 30er Jahren in Kaufmännische Mädchenschule umbenannt wurde.

1941 wurde die Schule – wie bereits einige Jahre zuvor die anderen privaten Seligenthaler Bildungseinrichtungen – geschlossen und als Handelsschule an die Stadt Landshut übergeben.Mit der Wiedereinrichtung 1950 wurde an die Tradition der kaufmännischen Ausbildung angeknüpft, seit 1954 können die Mädchen hier die Mittlere Reife ablegen.

1972 wurde schließlich die Vierstufige Wirtschaftsschule eingeführt, seit 1997 gibt es zusätzlich eine zweistufige Ausbildungsrichtung.

Bis zum Schuljahr 14-15 war die Wirtschaftsschule im Seligenthaler Bildungszentrum die einzige reine Mädchenschule und mit rund 250 Schülerinnen die kleinste der drei Schulen. Die Wirtschaftsschule Seligenthal wird ihre Tore ab dem Schuljahr 2015/16 auch für Buben öffnen.