Handy-Workshop im Unterrricht Teil 2Umweltbildung zum Anfassen
Im zweiten Teil unseres Handy-Workshops haben sich die Schüler intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ein Smartphone weltweit produziert wird und wie gerecht die Gewinne verteilt sind. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Afrika, insbesondere dem Kongo, als bedeutendem Rohstoffversorger.
Um die globalen Wirtschaftsstrukturen anschaulich darzustellen, haben wir mit 20 Münzen gearbeitet, die symbolisch für die Weltwirtschaft stehen. Die Lernenden übernahmen die Rollen verschiedener Länder und Wirtschaftsbereiche:
- USA: Hauptauftraggeber
- Deutschland: Fokus auf faire Handelsbeziehungen, insbesondere gegenüber dem Kongo
- Asiatische Länder: Große Produktionsanteile
- Weitere Beteiligte: Rohstoffgewinnung, Montage, Logistik, Marketing, Entwicklung, Software und Markenführung
Schnell wurde deutlich, dass die Verteilung der Gewinne sehr unterschiedlich und oft ungerecht ist. Der Kongo, der reich an wertvollen Rohstoffen wie Kupfer und Lithium ist, bleibt trotz seiner zentralen Rolle in der Rohstoffversorgung oft mit nur wenigen Münzen zurück. Während einige Länder und Unternehmen große Anteile erhalten, zeigen die Schülerinnen und Schüler, wie komplex und gleichzeitig unfair globale Wirtschaftsstrukturen sein können.
Der Workshop hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Bewusstsein für faire Produktion, globale Verantwortung und nachhaltigen Konsum geschaffen. Die Kinder waren engagiert, diskutierten lebhaft und fanden gemeinsam Lösungen, wie eine gerechtere Verteilung aussehen könnte.
Wir danken der Landshut Umweltstation, für das hervorragende Projekt, insbesondere Harald Doblhofer und allen Beteiligten, für ihre engagierte Teilnahme. Wir hoffen, dass wir das Bewusstsein für nachhaltige und faire Produktionsbedingungen weiter fördern können.